Vermögen von Gerhard Schröder

Gerhard Schröder ist ein ehemaliger Deutscher Bundeskanzler und Politiker der SPD. Er ist erst nach seiner Amtszeit als Bundeskanzler richtig vermögend geworden. Heute ist Schröder als Lobbyist, Vortragsreisender und Wirtschaftsberater aktiv.

Gerhard Schröder Vermögen

Gerhard Schröder. Gerhard Schröder (cropped)“ von SPD-Schleswig-Holstein – http://www.flickr.com/photos/spd-sh/3922991180/. Lizenziert unter CC BY 2.0 über Wikimedia Comm

Steckbrief

Name Schröder
Vorname Gerhard
Beruf Politiker
Geboren  07.04.1944
Sternzeichen Widder
Geburtsort  Blomberg
Wohnort  Hannover
Größe  1,74 m
Familie  Geschieden, zwei Kinder: Gregor und Victoria Schröder

Gerhard Schröder sagt:

„Hol‘ mir mal ’ne Flasche Bier, sonst streik ich hier, und schreibe nicht weiter!“

„Wer arbeiten kann, aber nicht will, der kann nicht mit Solidarität rechnen. Es gibt kein Recht auf Faulheit in unserer Gesellschaft!“

Gerhard Schröders Privatleben

Gerhard Schröder wurde am 07.04.1944 auf einem Bauernhof in Mossenberg geboren. Seine Mutter war dorthin vor den allierte Luftangruffen geflohen. Schröders Vater fiel im Krieg und hat seinen Sohn nie gesehen. Schröders Familie war sehr arm und nach dem Krieg auf Sozialhilfe angewiesen.

Gerhard Schröder war von 1968 bis 1972 mit Eva Schubach verheiratet. Die Ehe wurde geschieden. Von 1972 bis 1984 war Schröder mit Anne Taschenmacher verheiratet. Auch diese Ehe wurde geschieden. Von 1984 bis 1997 war Gerhatd Schröder mit Hiltrud Schwetje verheiratet. Auch diese Ehe endete mit einer Scheidung. Die Vierte Ehefrau von Gerhard Schröderswurde 1997 die Journalistin Doris Schröder-Köpf. Im ersten Quartal 2015 endete auch die Ehe mit Doris Schröder-Köpf mit einer Scheidung, so dass der Altbundeskanzler derzeit wieder unverheiratet ist.

Aus keiner von Schröders Ehen sind bisher leibliche Kinder hervorgegangen. Er ist lediglich Stiefvater von Klara (*1991), der Tochter von Doris Köpf aus erster Ehe mit dem Journalisten Sven Kuntze. Schröder hat zusammenmit Doris Schröder-Köpf außerdem zwei russische Kiunder adoptiert: Gegor (*2006; die Adoption erfolgte im gleichen Jahr) und Viktoria (*2002; die Adoption erfolgte 2004). Lange Zeit lebte Schröder mit seiner Familie in einem Reihenhaus in Hannover. Erst im Jahr 2009 zogen Sie in eine Villa im Stadtteil Waldhausen um. Seit Schröder sich von seiner Frau getrennt hat, wohnt er in einer Wohnung in Hannover.

Gerd Schröder ist evangelisch. Er mag am Protestantismus „die Klarheit, die Nähe zur Vernunft und die Abwesenheit von Brimborium.“

Schröder hat eine leibliche Schwester, Gunhild Kamp-Schröder (* 1939), und aus der zweiten Ehe seiner Mutter mit Paul Vosseler drei Halbgeschwister.

Schröder hat eine persönliche freundschaftliche Beziehung zum russischen Präsidenten Vladimir Putin, zu dem er ein »Grundvertrauen« hat.

 

Gerhard Schröder: Die Karriere

Schule und Berufsausbildung

Von 1951 bis 1958 besuchte Gerhard Schröder die Volksschule in Bad Salzuflen.  Anschließend machte er in einem Porzellangeschäft in Lemgo eine Lehre zum Einzelhandelskaufmann, die er 1961 beendete. 1962 bis 1964 holte Schröder in der Abendschule den Realschul-Abschluß nach. Tagsüber arbeitete er in einer Eisenwarenhandlung. Von 1963 bis 1966 machte Gerhard Schröder auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur.Danach begann Schröder unverzüglich noch im selben Jahr ein Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen. 1976 wurde Schröder als Rechtsanwalt zugelassen.Diesen Beruf übte er bis 1990 aus.

Politische Karriere

Schröder trat schon 1963 in die SPD ein und engagierte sich bei den Jusos, deren Bundesvorsitzender er 1978 bis 1980 wurde. 1980 kandidierte er erfolgreich für den Bundestag, dem er nun 6 Jahre angehörte. 1986 legte er sein Mandat nieder und wurde Oppositionsführer im niedersächsischen Landtag.

Ministerpräsident von Niedersachsen

1990 wurde Gerhard Schröder erstmals zum Ministerpräsidenten von Niedersachsen gewählt. Er löste Ernst Albrecht als Ministerpräsidenten ab. 1994 und 1998 wurde Schröder jeweils im Amt bestätigt. Bei der Wahl 1998 holte Schröder die absolute Mehrheit und wurde von Franz Müntefering umgehend zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 1998 ernannt.

Wahl zum Bundeskanzler 1998

1998 gelingt es Gerhard Schröder, Helmut Kohl als Bundeskanzler abzulösen. Schröder bildet eine Koalitionsregierung zusammen mit den Grünen. Es ist das erste Mal, dass die Grünen an einer Regierung auf Bundesebene beteiligt sind.

Gerhard Schröder 2005 in München

Gerhard Schröder 2005 in München. Gerhard Schroeder MUC-20050910-01“ von André Zahn – Beatpark, published on Wikipedia by User:Nic/de:Benutzer:Nic. Lizenziert unter CC BY-SA 2.0 de über Wikimedia Commons.

Wiederwahl 2003

Im Jahr 2003 gelang Schröder trotz seiner umstrittenen Politik die Wiederwahl. Dabei kam ihm sowohl das Oderhochwasser zu Hilfe wie seine Ablehnung einer deutschen Teilnahme am von den USA gerade angezettelten Krieg gegen den Irak. Beim Oderhochwasser gelang es Schröder, sich als beherzter Katastrophenmanager in der Tradition von Helmut Schmidt darzustellen. Schröder besuchte persönlich die Überschwemmungsgebiete und watete in Gummistiefeln durch die überschwemmten Straßen, um seine Verbundenheit mit den Bürgern zu demonstrieren.

Rücktritt 2005 – Ende der politischen Laufbahn.

2005 trat Gerhard Schröder nach einem Mißtrauensvotum vom Amt des Bundeskanzlers zurück. Bei den anschließenden Neuwahlen konnte sich die SPD nicht gegen gegen die CDU durchsetzen. Allerdings war weder die CDU noch die SPD in der Lage, eine Koalitionsregierung mit einer der kleineren Parteien zu bilden, so dass es am Ende zu einer großen Koalition unter der Leitung der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel gekommen ist. Schröder stellte definitiv klar, dass er der neuen Regierung nicht mehr angehören würde. Er beendete seine politische Laufbahn und zog sich weitgehend aus der Politik zurück, trat aber bei folgenden Wahlkämpfen der SPD noch gelegentlich als Redner zur Unterstützung von Wahlveranstaltungen auf.

Die Zeit danach

Schon kurze Zeit nach seinem Rücktritt nahm Schröder einen lukrativen Posten als Aufsichtsrat im russischen Gazprom-Konzern an. Dies brachte ihm in der Öffentlichkeit viel Kritik und den Spitznamen »Gas-Gerd« ein. Schon während seiner Zeit als Bundeskanzler wurde Schröder auch als der »Genosse der Bosse« bezeichnet – eine Anspielung auf seine guten Beziehungen zu zahlreichen bedeutenden Wirtschaftsgrößen. So war Schröder  mit dem AWD-Eigentümer Carsten Maschmeyer befreundet. Sein Posten bei Gazprom dürfte auch auf seine langjährige Freundschaft mit Wladimir Putin zurückzuführen sein und Schröders Einsatz für den Bau er North-Stream-Pipeline durch die Ostsee, die eine direkte Belieferung Deutschlands mit russischem Erdgas ohne den Umweg über unsichere Transitländer wie die Ukraine sicherstellen sollte. Über Mangel an Beschäftigung braucht Schröder sicher nicht zu klagen, denn er geht folgenden Tätigkeiten nach:

  • Seit Januar 2006 ist Gerhard Schröder als Berater für den Schweizer Ringier-Verlag tätig
  • Er ist Berater der Rothschild Bank – auch dies seit 2006
  • Gerhard Schröder ist seit 2006 für die Agentur „Harry Walker“ in New York als Redner tätig
  • Seit 2007 ist er Berater des chinesischen Außenministeriums, mit der Aufgabe dabei zu helfen, chinesische Medizin in Europa zu fördern
  • Gerhard Schröder ist Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats der NEGP Company (seit 30. März 2006), einer Tochter des russischen Staatskonzerns Gazprom, wofür er jährlich 250.000 Euro verdient. Es ist naheliegend, dass Schröders persönliche Beziehungen zu Putin geholfen haben, diesen Posten zu bekommen. Zufällig ist das Gehalt genauso hoch wie sein vorheriger Verdienst als Bundeskanzler.
  • Schröder ist Mitglied Mitglied des dreiköpfigen Direktoriums des russisch-britischen Ölkonzerns TNK-BP.
  • Schröder geht außerdem auch seinem Beruf als Rechtsanwalt nach.

 

Vermögen von Gerhard SchröderWie groß ist das Vermögen von Gerhard Schröder?

Eines lässt sich schon jetzt sagen: Nach dem Ende seiner Politikerlaufbahn war und ist Gerhard Schröder in geschäftlicher Hinsicht sehr erfolgreich. Als Bundeskanzler bekam er dasselbe Gehalt wie heute Angela Merkel – damit konnte er noch nicht wirklich reich werden. Nach dem Ende seiner Kanzlerschaft nahm Schröder unverzüglich einen gut dotierten Posten als Aufsichtsratsvorsitzender des russischen Gasunternehmens Nord Stream. Er verdient dort 250.000 Euro jährlich – etwa so viel wie vorher als Bundeskanzler.

Schröder besitzt zwei Eigentumswohnungen auf der Nordseeinsel Borkum.

Schröder ist außerdem ein gefragter Wirtschaftsberater und verdient Geld mit Vorträgen. Für etwa 50.000 EURO ist es möglich, Schröder für Veranstaltungen zu buchen. Insgesamt wird Schröders Einkommen auf etwa 1 Million Euro jährlich geschätzt. Wie hoch Schröders Vermögen insgesamt ist, ist nicht bekannt, aber man kann wohl von wenigstens 5-10 Millionen Euro ausgehen.

Gerhard Schröder (cropped)“ von SPD-Schleswig-Holstein – http://www.flickr.com/photos/spd-sh/3922991180/. Lizenziert unter CC BY 2.0 über Wikimedia Commons.

Gerhard Schroeder MUC-20050910-01“ von André Zahn – Beatpark, published on Wikipedia by User:Nic/de:Benutzer:Nic. Lizenziert unter CC BY-SA 2.0 de über Wikimedia Commons.

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